Kein Spitzenteam

Im vermeintlichen Spitzenspiel bei den „Dälern“ verteilte der SVU durch schlimme individuelle Fehler Geschenke, die die Gastgeber auszunutzen wussten.
Sah es zunächst so aus, als könne man mithalten, brachte die Elf sich selbst auf die Verliererstrasse. Die Defensive agierte zu fehlerhaft und in der Offensive wurden, insbesondere im Sturmzentrum, Durchschlagskraft und Engagement vermisst.
Bis zur 30. Min. war unsere Elf das bessere Team und hatte bei zwei Gelegenheiten Pech.
Zunächst konnte der Keeper einen Freistoß von S. Cappel gerade noch gegen die Latte lenken (9).
Dann schob D. Alexander den Ball am Tor vorbei. Hier hatte F. Frey nach rechts auf F. Decker gespielt, der in die Mitte passte (25).
Mit dem ersten Torschuss ging die TSG nach 30 Min. in Führung. Im zentralen Mittelfeld war ein Riesenloch, da M. Wagner schon einige Minuten als fünfter Mann in der Viererkette spielte, sodass der TSG-Spieler aus ca. 20 m unbedrängt draufhalten konnte. Der Ball (Kategorie: „den muss man haben“) flog zentral über Keeper J. Ammann ins Gehäuse.
Kurz danach wurde er verletzt für den reaktivierten Oldie B. Veit ausgewechselt.
Dieser war noch „kalt“ und spielte nach einem Rückpass dem Gegner in die Füße, was dieser nach 36 Min. zur 2:0 Führung nutzte.
Die endgültige Entscheidung vergaben die Einheimischen nach 40 Min. Ein TSG-Stürmer hatte B. Veit schon ausgespielt, schob den Ball jedoch am leeren Tor vorbei.
Hoffnung keimte nochmals auf, als M. Preis nach Ecke von M. Wagner per Kopf traf (43).
Diese Hoffnung wurde nach dem Wechsel bereits in Min. 50 durchkreuzt. Bei einem Konter der „Däler“ rutschte S. Cappel im Mittelfeld aus, der Stürmer war frei durch und verwandelte.
Das 4:1 folgte in Min. 55, wiederum war der Torschütze frei vor Keeper B. Veit.
In der 65. Min. wurde der nie aufsteckende F. Decker im 16-er gelegt und M. Preis verwandelte sicher vom Punkt.
Die Möglichkeit zum Anschluss hatte in Min. 70 der ansonsten enttäuschende D. Alexander, der nach Flanke von M. Preis per Kopf die Latte traf.
Wer nun dachte, der SVU würde die Brechstange auspacken und alles probieren, zumal M. Preis ins Sturmzentrum beordert wurde, sah sich getäuscht. Man beließ es beim versuchten Schönspielen, ohne mit scharfen Eingaben oder Flanken die einheimische Abwehr zu fordern.
Lediglich in Min. 77 ergab sich nochmals eine dicke Chance, doch K. Frey schoss einem Abwehrspieler in die Beine, statt das verwaiste Tor zu treffen.
In der 90. Min. konterte sich die TSG schließlich zum 5:2, nachdem D. Scholz den Ball an der Mittellinie vertändelte.